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Schriftübertragungs-Modes im Amateurfunk und  kommerziell

Zur Schriftübertragung wurden verschiedene Modes entwickelt: von breitbandigen bis schmalbandigen; mit oder ohne
Fehlerkorrektur. Früher wurden extra dafür verschiedene Geräte hergestellt, man erinnere sich an Fernschreiber, Hell-
schreiber, spezielle Terminals für andere Betriebsmodis. Danach wurde der Computer für die Decodierung und Codierung
entdeckt. Man mußt nur ein entsprechendes Modem dafür erwerben oder selbstbauen. Mittlerweile ist die Decodierung
durch den Einsatz der Soundkarte sehr einfach geworden. Man braucht also nur noch die entsprechenden Programme dazu.
Es gibt sehr viele Programme als Freeware oder auch als Shareware im Internet, die man kostenlos herunterladen kann.
Ich werde hier interessante Links zu den einzelnen Programmen mit kurzer Erklärung angeben. so gibt es Programme, die
nur in etwa einen einzigen Modus beherrschen (dafür umfangreich) und es gibt Programme, die die gebräuchlichsten Modis
beherrschen, die sogenannten Multimode-Programme. Auf die werde ich hier hauptsächlich eingehen.

            1. CW  ist die älteste Betriebsart und eigentlich schon eine "digitale" ist - Der MorseCode

            2. RTTY - das ist Funkfernschreiben. Diesen Mode gibt es mit mehreren Geschwindigkeiten und verschiedenen
                Bandbreiten (auch Shift) genannt. Dieser Mode ist allerdings sehr störanfällig, da es keine Fehlerkorrektur gibt.
                Die Geschwindigkeit wird in BAUD angegeben, wobei für den Amateurfunk spezifisch mit 45,45 Baud arbeitet.
                Kommerziell wurden hauptsächlich 50, 75 und 100 Baud auf den Kurzwellenbändern benutzt. Mittlerweile findet
                man aber kaum noch RTTY auf den Bändern. Außer bei den Funkamateuren (hauptsächlich zu Wettkämpfen -
                genannt Kontest) ist dieser Mode fast komplett verschwunden.

             3. Amtor (Amateurfunk) oder Sitor (kommerziell) ist schon eher noch zu finden. Dabei gibt es 2 Modis - den ARQ
                 und den FEC-Modus. Ich will hier nicht auf die genaue Funktionsweise eingehen (dafür gibts auch HPs) nur soviel,
                 das man hörenderweise diese beiden Modis unterscheiden kann. Während der FEC-Modus (100 BAUD) ähnlich
                 wie RTTY klingt, ist der ARQ-Modus immer unterbrochen, aufgrund der Fehlerkorrektur, die immer wieder
                 sende- und empfangsseitig überprüft wird. Dabei müssen die beiden kommunizierenden Stationen mitteinander
                 "connected" sein. Wenn ein ARQ-Modus nur Emfangsseitig dekodiert wird, sind natürlich wieder Fehler im
                 empfangenen Text, da ja keine Fehlerkorrektur stattfindet. Anders ist das bei FEC, da hier eine Prüfsumme mit
                 auf den Weg geschickt wird und somit beim Emfänger korrigiert wird.

             4. PacTor (Amateurfunk und kommerziell) ist ähnlich des Amtor, kann aber wesentlich mehr und wird in höheren
                 Baud-Raten betrieben. Wobei es 2 versionen gibt Pactor I und Pactor II. Auch hier will ich nicht weiter in Einzelheiten.

             5. Eine neuere Variante ist das PSK. Standart ist PSK31 (d.h. mit 31 Baud). Es ist ein sehr schmalbandiger Modus und
                 wird heute überwiegend von Funkamateuren auf Kurzwelle betrieben. Mittlerweile gibt es auch PSK mit höheren
                 Baudraten. Bei diesem Modus kann der Sender auf dem Bildschirm des Empfängers sogar Tippfehler beheben!

             6. MFSK ist das sogenannte Multi-Frequenzshifting-Key. Hier wird mit verschiedenen Tonträgern gearbeitet, klingt wie
                 eine willkürliche Melodie, ist aber auch sehr langsam.

             7. Throb ist auch eine sehr langsame Betriebsart. Klingt wie Sphärenklänge.

             8. PacketRadio ist das am weitesten entwickelte Schriftübertragungssystem, daß sehr dem damaligen Internet ähnelt.
                 hier kann man ganze Dateien übertragen. Auf Kurzwelle wird mit 300 Baud, auf den höheren Bändern wurde mit
                 1200 Baud und 9600 Baud gearbeitet und wird immer noch gearbeitet. Mittlerweile werden aber auch höhere Baud-
                 Raten angewendet. Da aber nur eine begrenzte Bandbreite auf den Kanälen zur Verfügung steht, sind Grenzen
                 gesetzt.

             9. Hellschreiber - Das war damals ein Mode, der mit Hellschreibmaschinen gemacht wurde. Dabei wurde der Text
                 beim Empfänger auf Papierstreifen geschrieben. Heute kann der PC dieses simulieren.

Als Multimode-Programme die diese Modis (inclusive analoges SSTV) beinhalten, kann ich 2 Programme empfehlern:

                                              1. MixW32 (Shareware)   - ist allerdings voll funktionsfähig, mit Zeitfalle
                                                                                           


                                               2. MultiPSK (Freeware)


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