Die Wettersatelliten:

Es gibt verschiedene Wettersatelliten die entweder umlaufend sind (polar) oder geostationär
entsprechend einer Umlaufbahn in 36000 km Höhe, sodaß der Satellit immer auf den gleichen
Punkt steht.

Bei den polarumlaufenden Wettersatelliten gibt es eine ganze Reihe. Die für uns interssanten
    sind die Satelliten der NOAA-Klasse (USA). Ich will hier nicht unbedingt auf die Übertragungs-
    technik eingehen, weil es da schon genug Seiten im Internet gibt. Ich will nur zeigen, wie man
    mit einfachem Equipment in der Lage ist, die dort ausgesandten Bilder zu dekodieren.
    Was wird benötigt?

                            1. eine Antenne -hier eignet sich natürlich eine speziell für 137 MHz
                                gefertigte Kreuzdipol, aber auch eine Discone-Antenne leistet hier
                                auch gute Dienste. Ein nachgeschalteter Verstärker verbessert den
                                Empfang weiter.

                            2. Ein passender Empfänger. Wer es ganz genau haben will kommt ohne
                                einen Satellitenempfänger für umlaufende Satelliten nicht aus. Das
                                liegt daran, daß diese Empfänger eine bestimmte Bandbreite haben
                                müssen, um den gesamten Inhalt darstellen zu können. Die Aussendung
                                ist ca 40 KHz breit und beinhaltet 2 Bilder, die nebeneinander stehen:
                               das sichtbare Bild und ein infrarot Bild. Bei normalen Empfängern ist
                                die Bandbreite mal gerade 12 khz breit, somit sind helle Bildinhalte
                                nur als Rauschen im Bild zu erkennen. Das Bild für den sichtbaren Be-
                                reich ist aber hier durchaus brauchbar, wenn nicht gerade viel Wolken
                                zu erkennen sind. Man sollte hier auch den Diskriminator-Ausgang
                                des Empfängers verwenden.

                             3. Einen moderneren PC mit Soundkarte oder SoB

                             4. Eine entsprechende Software: Es gibt verschiedene Software, teilweise
                                 auch als Freeware, Shareware oder DEMO-Versionen. Alle lassen sich
                                 verwenden. Vorausgesetzt sie beinhalten WX-Fax (AM)
                                 Des weiteren wird ein Satelliten-Tracking-Programm benötigt, daß in
                                 der Lage ist, die Position dieser Satelliten darzustellen; damit man
                                 weiß, wann der entsprechende Satellit im Hörbarkeitsbereich ist.

Die Satelliten: Die brauchbarsten sind momentan die Satelliten der NOAA-Klasse aus den USA:
                        NOAA 12 (137,500 MHz), NOAA 15 (137.500 MHz), NOAA 17 (137,620 MHz)
                        sowie der neue NOAA 18 (137.9125 MHz jetzt geändert auf 137.100 MHz)
                        Die russischen Satelliten der METEOR-Klasse hatten seinerzeit auch gute
                        Bilder übermittelt, sind jedoch schon seit einiger Zeit außer Betrieb.
                        Die russischen OKEAN-Satelliten senden nur noch über Westrußland
                        auf 137.400 Mhz und sind nur noch mit einer Richtantenne morgens
                        bis zu einer Elevation von maximal 10 Grad zu empfangen. Dazu zählen
                        auch die SICH-Satelliten.

                        Einige umlaufende Wettersatelliten besitzen ebenfalls einen Kanal zur
                        Übertragung von hochauflösenden Bildern im 70cm Band bei 465.000 MHz
                        aber überwiegend im 23cm-Band (L-Band) bei etwa 1700 MHz.
                        Hierzu benötigt man jedoch aufwendigeres Equipment, worauf wir hier
                        nicht näher eingehen wollen. Uns interessiert nur die APT-Aussendung
                        im 137.000MHz-Band.

                         Folgende Bilder wurden von mir empfangen. Als Geräte verwende ich
                         eine 2m-Ground-Plane-Antenne, ein 2m- Amateurfunkgerät mit dem
                         benötigten Frequenzbereich. Als Programm verwende ich die registrierte
                         Version von JVComm32 (~60,--Euro):

NOAA 17


NOAA18


Die geostationären Satelliten senden in gleichen APT-Verfahren auf den Frequenzen
1691 MHz und 1694,5 MHz. Hier benötigt man schon einen Parabolspiegel mit
Erreger und Verstärker sowie entsprechenden Empfänger. Der Empfang dieser
Satelliten ist kostspieliger und leider nicht für jedermann frei, außer für Funk-
amateure. Die empfangenen Bilder lassen sich aneinander reihen und ergeben
dann den bekannten Wetter-Film, wie er auch in den Nachrichten im TV zu sehen ist.

METEOSAT-FILM:


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